Das Gewicht der Worte – Pascal Mercier

Ich sag mal so: Wer sich da durchgekämpft hat, wird sich auf das nächste Buch umso mehr freuen. Ich war sehr angetan von „Nachtzug nach Lissabon“. So ließ ich mich von der Strahlkraft verführen und natürlich von dem Umstand, dass der Nachfolger auf der Spiegelbestsellerliste sich sehr hartnäckig hält. Ich kämpfte mich durch. Kämpfen war wirklich angebracht, weil es leider langweilig war. Ich würde gerne was netteres und feuilletontauglicheres schreiben, aber es war leider langweilig. Worum geht’s? Ein Verleger lebt in Triest, übernimmt nach dem Tod seiner Frau den Verlag, kehrt nach London zurück zurück und erbt ein Haus. Geschichten die das Leben schreibt, ist klar, ne? Er bekommt eine vernichtende Diagnose. Wie hieß der Held noch mal? Ich habe es ehrlich gesagt schon wieder vergessen, weil ich wirklich damit beschäftigt war, mich durch den Roman durchzuschleppen. Nun was kommt ist klar: Diagnose, Hinterfragen, ob das alles so wirklich dolle ist, einen Verlag zu haben und sich den ganzen Tag mit Literatur zu beschäftigen und dann wird alles anders. Ach Mist, Diagnose war ja doch ein Irrtum, Ups wie jetzt? Am Ende entwickelt sich unser Held…ich verrate das Ende mal nicht aber ganz ehrlich: Es ist alles insgesamt ein ewig bildungsbürgerliches Sinnieren. Ein Foto vom Buch habe ich nicht – es fand sein Ende in einer Bücherbox. Danach habe ich einen Thriller gelesen.

Das Gewicht der Worte von Pascal Mercier, Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, Erstveröffentlichung Januar 2020

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